Verbünden gegen die ganze Welt

Bilderbuch

Der Wanda-Manager Stefan Redelsteiner hat gerade versucht, hinter den Kulissen einen Konflikt zwischen Bilderbuch und Wanda zu inszenieren. Kürzlich erst hieß es aber in einem Musikexpress-Interview, wie toll Bilderbuch und Wanda sich gegenseitig finden.

„Es hat bei Oasis und Blur auch so angefangen. Wieso sollte man einen anderen Musiker auch hassen, das ist ja total absurd. Alle sitzen im selben Boot. In Wahrheit aber hat die Rivalität hat beiden Bands immer genützt! Wenn wir Bilderbuch als Rivalen sehen, dann weil wir sie gemeinsam mit uns als beste Band Österreichs sehen, und das ist ja eigentlich Respekt,“ sagt Wanda-Manager Stefan Redelsteiner dem Zündfunk.

Bilderbuch sind gerade im Auge des Orkans: Wo man hinblickt, ist „Schick Schock“ Platte des Monats, ihr grinst vom Intro-Cover – wie fühlt es sich denn gerade an, Bilderbuch zu sein?

„Etwas unwirklich gerade – aber das ist ja immer so: Wenn etwas fiktiv stattfindet, wenn etwas im Internet oder stattfindet geschrieben, dann ist das was Schönes und es schmiert einem ein bisschen Honig ums Maul und man sitzt natürlich zuhause mit der breiten Brust, aber im Endeffekt landet man dann am Schluss wieder auf der Bühne. Und dahin sehnen wir uns eigentlich wieder. Denn das in die Wirklichkeit umzusetzen, das endlich zu spüren, was man da anscheinend gerade erreicht hat.“ Maurice

Schick Schock

Es gab da diese ominöse Wahl – das Magazin GQ hat den best angezogenen Österreicher gesucht.

„Ominös? Die absolut ernst zunehmende Wahl überhaupt! Meine Mutter war die erste, die mich darüber informiert hat – sie war sehr stolz, und dann war ich selber sehr stolz und bin mit meiner WG rumstolziert und hab natürlich immer wieder lachen müssen, weil in Österreich in einer Liste vor David Alaba und Conchita Wurst – das grenzt an Komik natürlich auch.“ Maurice

Was sind die Indikatoren für eine sich verändernde Welt bei Bilderbuch? Man muss dazu wissen: Bilderbuch gibt es seit zehn Jahren. Aber auf einmal ist was ins Rutschen gekommen.

„Unser Naturell war immer ein suchendes, wir wollten immer weiterziehen. Wir sind getrieben, es war uns nie recht, uns zu wiederholen, nicht einmal in kleinen Schritten – sogar die Singles, die wir jetzt rausgebracht haben, nicht mal die beschränken sich auf einen Sound. Und interessieren Künstler, die sich verändern, die sich was trauen, die Grenzen einreißen. Und dann haben wir noch extrem collagiert gearbeitet, jetzt können wir alles verbinden, was wir jetzt seit zehn Jahren gemacht haben. Eigene Traditionen mit neuen Ideen.“ Maurice

Was waren eure Idole?

„In meinem Fall sind es Idole, die nicht dem Alter entsprechen. Ich war riesengroßer Oasis-Fan zum Beispiel. Ich bin immer noch Fan, aber mittlerweile mag ich Blur schon mehr – was man als Oasis-Fan eigentlich gar nicht sagen darf, vor zehn Jahren hätte ich mir wahrscheinlich eine gehauen dafür.“ Peter

Stefan Redelsteiner träumt von einer Wiederauflage des großen Battles Blur gegen Oasis – nur das Ganze jetzt als Bilderbuch versus Wanda. Nicht ganz ernst gemeint natürlich, einfach, um die Verkaufszahlen noch mehr in den Wahnsinn zu treiben. Was haltet ihr davon?

„Alles hat seinen Bereich, würde ich sagen. Und eigentlich kann man sich gar nicht in die Quere kommen- Gerade die Gesamtheit dieser zwei Bands macht wieder das Momentum der österreichischen Musik gerade aus. Dass man nicht nur eine Band hat, das wär ja fad. Also im Gegenteil: Ich würde wahnsinnig gern mit den Jungs von Wanda jetzt einmal ein Bier trinken gehen und quatschen – bei denen geht’s drunter und drüber, bei uns geht’s drunter und drüber. Lieber miteinander über die ganzen Leute koffern, die man so trifft, und ein bisschen schimpfen. Das würde mir viel eher taugen, und sich eher verbünden, gegen die ganze Welt.“

Bilderbuch mit Achim Sechzig Bogdahn

 

 

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