Das Augen-Grauen: Warum der Hype um die Augenbrauen immer gruseliger wird

Was bei den Männern der Bart ist, sind bei den Frauen mittlerweile die Augenbrauen: Vorbei sind die Zeiten, als radikal gezupft wurde – heute wird nicht nur gezeigt, was man hat, sondern gestylt ohne Ende. Das nimmt mittlerweile gruselige Züge an. 

„Jede Frau hat ihre eigene Augenbrauen-Geschichte.“ Den Satz hab ich kürzlich irgendwo gelesen und nicht mehr vergessen. Er klingt so bedeutungsvoll. So dramatisch. Als ginge es hier um ein gemeinsames Schicksal, das alle Frauen dieser Welt teilten. Aber gut. Dann ist das hier meine Augenbrauen-Geschichte: Ich war wahrscheinlich sechs oder sieben Jahre alt, als ich das erste Mal ein Foto von Marlene Dietrich sah.

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Ich war auf Jahre traumatisiert: Statt Haaren oder Härchen war da nur dieser dünne, strenge Strich über den Augen. Fies sah das aus. Wie konnte man sich selbst sowas nur antun?!

In der Pubertät hab ich dann selbst ein bisschen gezupft. Hat man damals gemacht. Stand in der Bravo – „um den natürlichen Schwung der Augenbrauen zu betonen“. Besonders schwungvoll waren meine eh nie – es gab also weder viel zu holen noch viel zu zupfen. Meine Augenbrauen und ich führten seitdem ein ruhiges, ereignisloses Leben. Nie hätten wir gedacht, dass wir irgendwann… wieder traumatisiert würden!

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Jetzt durch das andere Extrem: Augenbrauen so dick und dicht und künstlich, dass ihre Trägerinnen aussehen wie grade aus einem Comic entsprungen. Ey, Mädels: Ihr seht aus wie Drag Queens! Und verbringt offenbar jeden Tag genauso viel Zeit in der Maske!

So bekommt man Augenbrauen, die aussehen wie der Nike-Swoosh.

Wie konnte es so weit kommen?

Der Durchbruch des britischen Models Cara Delevingne hat 2012 rum maßgeblich zum Augenbrauen-Hype beigetragen. Ihr USP: Der natürliche buschige Wildwuchs über den Augen. Nur: Nicht jede Frau ist von Natur aus mit so einem ausgeprägten Augenschutz gesegnet (biologisch sollen die Härchen ja den Schweiß auffangen). Und viele leiden immer noch unter den Folgen ihrer radikalen Teenager-Zupferei. Zum Glück hat die Kosmetikindustrie seitdem viele Hilfsmittel entwickelt: Die reichen vom Protein-Serum, das die Brauen wachsen lassen soll, bis zu aufwendigen Behandlungen in Brow-Salons, wo gewaxt, getrimmt und gefärbt wird. 2017 dann hieß der Hype: „Microblading“. Eher was für Schmerzunempfindliche: Hier werden einzelne Härchen mit einer feinen Klinge und Farbe in die Haut eingeritzt.

Ach ja, die Brauen zum Aufkleben – ursprünglich für Chemotherapie-Patienten entwickelt – sind jetzt auch Teil der Make-up Routine geworden. Und der neueste Shit aus Korea: Augenbrauen aus der Tube! Ein Gel, mit feinen Härchen angereichert, das auf die eigenen Brauen aufgetragen wird.

Ein neues Schönheitsideal?

Klar, Augenbrauen sind wichtig in einem Gesicht, sie geben ihm einen Rahmen und können einen Typ komplett verändern. Und sie waren schon immer Moden unterworfen – anders als Marlene Dietrich hatte zum Beispiel Audrey Hepburn dicke, schwarze Balken über den Augen. Manche sehen in der aktuellen Fixierung auf die Brauen ein Zeichen dafür, dass sich das westliche Schönheitsideal „blond-kaukasisch“ öffnet: Im Nahen Osten und in Asien galten starke, volle Brauen schon immer als attraktiv. Aber was noch vor ein paar Jahren wie ein Schritt zurück zur Natürlichkeit aussah, ist einer neuen extremen Künstlichkeit gewichen – optimiert für den Handybildschirm.

Für die Self-Inszenierung auf Instagram muss also dick aufgetragen werden, schon klar. Gruselig wird es aber immer dann, wenn die Internet-gestylten Wesen ihre Handybildschirme verlassen und einem in der echten Welt begegnen: Dann bemerkt man dieses leichte Bröckeln um die Augen… Wahrscheinlich grade Akku leer.

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Warum die Meerjungfrau das neue Einhorn ist – und ob der Trend einen Meerwert hat

Meerjungfrauenschwimmen – oder Mermaiding – hat sich von der absoluten Randsportart zur Trendsport-Art für jedermann entwickelt, von den Großstädten bis ins Allgäu. Und die Meerjungfrauen sind nicht nur im KiKa-Alter, sondern auch Erwachsene! Frauen und Männer. Aber vor allem Frauen.

1989 wünscht sich Arielle, die kleine Meerjungfrau aus dem Disney-Film noch sehnlichst, ein Mensch zu sein. Echte Beine zu haben, mit denen sie gehen und tanzen kann. Tja, man will immer das, was man nicht hat. Heute zwängen sich Menschen in der ganz realen Welt ab der Hüfte in Flossen hinein, um dann wie Nixen durch die chlorigen Gewässer dampfiger Hallenbäder zu gleiten.

Learn to swim safely in a mermaid tail! #PMIA

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Meerjungfrau-isierung des Banalen

Die heutigen Meerjungfrauen sind nicht nur Teilzeit im Wasser anzutreffen. In YouTube-Tutorials wird gezeigt, wie man sich auch im Alltag in ein Fabelwesen verwandeln kann: zum Beispiel mit dem perfekten Ombre-Mermaid-Haarton. Dabei werden die Haare in einen Blau-Grün-Farbverlauf gefärbt. Passend dazu gibt es natürlich auch Make-Up.

Die Perfektionisten kleben sich am Ende noch künstliche lila, grüne und blaue Wimpern zwischen ihre eigenen. So viel Zeit muss sein. Wer dann als formvollendet gestylte Nixe morgens im Trockenen am Frühstückstisch sitzt, kann sich auf eine artgerechte Kost freuen: Der Meerjungfrauen-Toast ging dieses Jahr auf Instagram steil, dick beschmiert mit einer Mischung aus Algenpulver und Mandelbutter-Creme, grün-blau changierend und mit einem Hauch von Goldstaub oder Glitzer bedeckt. Mmmh…

Nautische Geschmacksverirrung?

Aber jetzt mal ehrlich, da will man doch nicht reinbeißen. In einen grün-blauen Toast?! Der wurde erfunden, weil man ihn mit dem Hashtag „Meerjungfrau“ bei Instagram teilen kann. Und alles, was da so geliked und geklickt wird, lässt sich hervorragend verkaufen. Einfach den Meerjungfrau-Stempel drauf. Die Meerjungfrau ist das neue Einhorn. Dieses arme Ding muss mittlerweile für Klopapier und WC-Stein-Werbung herhalten.

Die Kommerzialisierung der Meerjungfrau zielt heute vor allem auf erwachsene Frauen ab. Die müssen nicht mal hängengebliebene Disney-Fans sein. Klar, sowohl Einhorn als auch Meerjungfrau stehen als Fabelwesen für etwas Märchenhaftes, nach dem sich viele Menschen heutzutage sehnen. Für Träume und Weltflucht. Aber während das Einhorn als tierisches Fabelwesen quasi geschlechtslos ist, ist die Meerjungfrau als Mischwesen zwischen Mensch und Fisch zwar halb weiblich – aber vollkommen entsexualisiert. Wo ihre Vagina sein sollte, ist ein schuppiger Fischschwanz. Was sagt es also über erwachsene Frauen aus, wenn sie die Meerjungfrau zum Idealbild stilisieren? Ist das zusammen mit all dem bunten Kommerz eine Art Infantilisierung?

Wann geht dem Trend die Luft aus?

Muss nicht sein. Meerjungfrauen werden mythologisch oft mit den Sirenen gleichgesetzt. Die sollen mit ihrem betörenden Gesang vorbeifahrende Seefahrer zu sich gelockt und unter Wasser gezogen haben. Dass die da nicht atmen konnten – Pech. Meerjungfrauen können in dem Sinne gute Vorbilder sein, als emanzipierte Frauen, die den Ton angeben.

Nur wenn die Liebe ins Spiel kommt, dann sollten sich die heutigen Meerjungfrauen-Fans noch mal lieber das Ende von Hans Christian Andersens Märchen durchlesen. Da gibt die kleine Meerjungfrau viel auf, um bei ihrem geliebten Prinzen zu sein – und der heiratet eine andere. Eine tragische Geschichte darüber, wie man vor lauter Selbstaufgabe am Ende allein dasteht. Also liebe Meerjungfrauen da draußen: Nicht den Disney-Film mit Arielle und Happy End gucken! Lernt aus der harten Realität der Märchenvorlage. Und dann haut den Fischschwanz in die Tonne. Weil auf eigenen Beinen zu stehen, das fühlt sich doch immer noch am besten an, oder?

 

Das dämlichste Phänomen überhaupt: Festivalmode

Onlinehändler von Asos bis Otto verkaufen einem mittlerweile Festivalmode, H&M hat eine eigene „H&M loves Coachella“-Linie. Vor allem Menschen, die tatsächlich noch wegen der Musik auf Festivals gehen, können bei Festivalmode von der Stange nur den Kopf schütteln. 

Victoria Rocha, Edith Gomez, Paula Sampaio
Meine letzte Wohnung hab ich mir mit einem #modemädchen geteilt – stand wirklich so unter ihren Instagram-Fotos. Wir haben uns bestens verstanden – waren aber sehr verschieden. Die Grenze verlief schön sichtbar am Küchentisch: sie vertieft in ihr Vogue- und Instyle-Abo, nebenbei wurden die Nägel lackiert, ich gegenüber mit meinem Musikexpress, ungeschminkt, wie immer. Eines Tages schaut sie von ihrem Hochglanzmagazin auf: „Woah, wollen wir zusammen aufs Glastonbury Festival fahren? Ich seh‘ mich schon in meinem Outfit: Hunter-Gummistiefel, abgeschnittene Jeans-Shorts und eine Isabel Marant Bluse  – das wird so gut aussehen!“
Äh – what? Meine Mitbewohnerin auf einem Musikfestival? Sie, die sonst keinen einzigen Cent für Musik ausgibt? Die Spotify in der Kostenlosversion mit Werbung hört und da auch nur empfohlene Playlists? Sie wollte auf einmal auf ein Festival? Wegen der Mode? Ja – und da ist sie in bester Gesellschaft.

Festivals mutieren immer mehr zu Laufstegen

Zugegeben: auf Festivals ging’s noch nie nur um Musik, sondern auch um das Drumherum, ums Feiern. Aber irgendwie scheinen die staubigen oder matschigen Wiesen vor den Bühnen immer mehr zu Lauftstegen zu mutieren. YouTube ist voll mit Tutorials, in denen Beauty-Bloggerinnen erzählen, was jetzt die absoluten Festival-Must-haves sind. Gleich vorweg: Blumen im Haar sind nicht totzukriegen – wahrscheinlich auch weil sie heutzutage aus Plastik sind.

Aber die Plastikblumen sind ja noch nicht mal das Schlimmste. Auch nicht die rührenden Ratschläge von Mädchen, die mit Sicherheit noch nie in ihrem Leben 3 Tage lang nur mit einem Mindestmaß an Hygiene auskommen mussten. Bei YouTuberin Beki zum Beispiel darf in der Handtasche (!) auf keinen Fall der Blotting Stick oder Blotting Paper fehlen –  „damit die Haut nicht so fettig wird und anfängt, unschön zu glänzen.“

Lieber den Look „Folk-Remix“ oder „Urban Cool“?

Das Schlimmste aber ist der Markt, der sich entwickelt hat: Onlinehändler von Asos bis Otto verkaufen einem „Festival-Looks“. Bei Zalando kann man gleich zwischen mehreren Kategorien wählen: Folk-Remix, Desert Heat, Rave Revival und Urban Cool.

Screenshot: Zalando

Screenshot: Zalando

Wer sich z.B. für den Folk-Remix entscheidet, wird von Model Julia angelächelt. Ihr wurde von irgendwelchen Marketing-Menschen eine Personality verpasst (angeblich ist sie Yoga-Lehrerin). Julia trägt ein flatteriges Kleid mit Ethno-Muster, das klischeehafteste Bandana in den Haaren, das man sich vorstellen kann und Sandalen mit zarten Perlstickereien. #BohoChic. Dazu wird Julia folgendermaßen beschrieben:

„Ich bin ein Freigeist, aber kein Flower-Power-Mädchen! Ich liebe Stilmixe – am besten mit erschwinglichen Teilen und verlässlichen Premium Lieblingsstücken, ohne die ich nicht leben kann.“

Es kommt noch besser:

„Meine Festivalmusik: New Folk, verträumte Vocals und Gute-Laune-Pop. Am besten gefällt mir an Festivals das Campen – so kann ich Natur und Musik zusammen genießen.“

Haha. Campen. Auf Festivals. Liebe Zalando-Julia, wir sehen uns in der Schlange zum Dixi-Klo. Im Notfall frag doch mal bei Model Margo nach. Die trägt zu ihrem Rave-Revival-Outfit nämlich eine Clutch. Vielleicht ist darin ja Platz für ein paar Desinfektionstücher.

Die Brutstätte der Seuche: das Coachella Festival

Die Festivalmode von der Stange ist eine Seuche, die sich in den letzten Jahren rapide ausgebreitet hat. Die Brutstätte: das Coachella Festival in Kalifornien. Dass mit Beyoncé & Co. regelmäßig die größten Popstars der Welt auftreten – geschenkt. Was zählt, sind die Celebrities und Models, die in der VIP-Area abhängen. Ihre Mainstage: Instagram. Die Bilder von Victoria’s Secret Models in spärlichen Uniformen aus weißen Häkeloberteilen, knappen Shorts und überall Fransen verbreiten sich in die Welt. Am Ende landen sie in der Marketingabteilung von Ketten wie H&M, die ihre eigene Coachella-Linie rausbringen. Und die Kids bei uns in der Fußgängerzone denken sich: aha! Das trägt man also auf Musikfestivals! — Nein!

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Es gibt auf Festivals nur einen entscheidenden Faktor, was das Outfit angeht: das Wetter. Gummistiefel oder nicht Gummistiefel. Ansonsten: wurscht. Macht Festivals nicht zu einem verdammten Fasching! Für jeden bescheuerten Boho-Fummel kann man sich mindestens drei Monate ein Spotify-Premium-Abo leisten. Und wer sich nicht mal das leistet, hat auf einem Festival eh nichts verloren.

 

Super Friday: Diese 7 Songs müsst ihr diese Woche gehört haben

Als Musikfan weiß man in den letzten 48 Stunden nicht, wo man zuerst hinhören soll: so viele neue Songs von unseren Lieblingsbands. Gute, überraschende und – sagen wir mal – interessante. Diese neuen Songs müsst ihr heute gehört haben. 

Arcade Fire – „Everything Now

Wer bei den ersten Klängen von „Everything Now“ an ABBA denkt – ihr seid nicht alleine. Ging uns auch so. Das ABBA-Gefühl verlässt einen den ganzen Song über nicht so ganz. (Und echt jetzt: ’ne Panflöte?!) Ansonsten ist es ein ziemlich klassischer Arcade Fire-Song mit gewohntem Pathos und mitreißenden „Na-na-na“-Chören. Die Meinung der Fans ist bisher geteilt und reicht von „rubbish“ hin zu „nailed it„. Am 28. Juli erscheint das neue Album der kanadischen Indie-Rocker, das auch „Everything Now“ heißen wird. Es wird der Nachfolger zum 2013er Album „Reflektor“ sein.

 

Lali Puna – „Deep Dream“

Endlich! Nach sieben Jahren ein Lebenszeichen von Lali Puna, eine der Bands für die mal der Genrebegriff „Indietronic“ erfunden wurde. Auf dem neuen Song „Deep Dream“ haucht Sängerin Valerie Trebeljahr, dass wir alle getrackt werden im Netz. George-Orwell-Pop. Aber Unbehagen kommt in keinem Moment auf: es pluckert so schön subtil und angenehm warm in den Ohren. Der Song wird auf dem neuen Album „Two Windows“ sein, dass im September bei Morr Music erscheint.

 

The War on Drugs – „Holding On“

2014 haben The War on Drugs mit ihrem Album „Lost in the Dream“ viele Jahresbestenlisten angeführt. Jetzt hat die Band aus Philadelphia um Adam Granduciel für den 25. August ihr neues Album angekündigt: „A Deeper Understanding“. Nach der epischen, 11-minütigen Single „Thinking of a Place“ ist jetzt die zweite Single da: auf „Holding On“ klingen sie so sehr nach Bruce Springsteen wie nie zuvor – hymnisch und treibend. Die Glockenspiel-Sprenkler hat man bei The War on Drugs noch nicht so gehört, passen aber hervorragend. Am 20. November spielen sie in der Münchner Muffathalle

 

Radiohead – „I Promise“

Radiohead feiern dieses Jahr Jubiläum: ihr wahrscheinlich wichtigstes Album „OK Computer“ wird dieses Jahr 20 Jahre alt. Ende Juni erscheint die Geburtstagsedition der Platte unter dem Titel „OK Computer OKNOTOK 1997-2017“. Darauf: einige bisher unveröffentlichte Songs (Phil Selway von Radiohead hatte zuletzt erklärt, die Band hatte damals Angst „zu berühmt“ zu werden. Aha.) Einen dieser Songs gibt es jetzt zum ersten Mal im Stream: „I Promise“. Ein wunderbarer Song mit den herzzerreißenden Zeilen: „I won’t run away no more, I promise / Even when I get bored, I promise / Even when you lock me out, I promise“. Hach.

 

Foo Fighters – „Run“

Die Foo Fighters sind nicht nur eine der größten Rockbands unserer Zeit, sie pflegen auch den Ruf, eine der nettesten Rockbands unserer Zeit zu sein (Dave Grohl <3). Aber von Altersmilde ist im Video zu ihrem neuen Song „Run“ keine Spur – obwohl sie sich selbst als Opas im Altersheim spielen (und randalieren!). Der Song fängt ganz harmlos an, entwickelt sich dann aber noch in ein derbes Brett mit eine à la Refused und „New Noise“.

 

Prophets of Rage – „Unfuck the World“

Wer noch ein Herz für 90er Crossover hat und aktuell ganz viel Wut im Bauch gegen Donald Trump und seine Klimapolitik, für den dürfte „Unfuck the World“ der perfekte Song für den Wochenausklang sein. Die Prophets of Rage, die Supergroup, bestehend aus Mitgliedern von Rage Against The Machine, Public Enemy und Cypress Hill, holt in ihrem neuen Song zum Rundumschlag gegen alles aus, was grade schief läuft auf der Welt. Die Message am Ende ist: Die Welt ändert sich nicht von alleine – das müssen schon wir selbst in die Hand nehmen. Das Video zum Song stammt übrigens von Michael Moore (und ist – Spoiler! – für Vegetarier ungeeignet.)

 

Liam Gallagher – „Wall of Glass“

Vielleicht war er eifersüchtig, dass sein großer Bruder Noel Anfang der Woche so viel Aufmerksamkeit bekommen hat, weil der 50 Jahre alt geworden ist. Jedenfalls hat Liam Gallagher grade seine erste Solo-Single „Wall of Glass“ nach dem Aus von Oasis 2009 veröffentlicht. Während Noel für den November schon sein drittes Solo-Album ankündigt hat, will ihm Liam mit seinem Solo-Debüt im Oktober zuvorkommen. Wir freuen uns schon mal auf einen unterhaltsamen Brüderkonkurrenzkampf. Bis dahin hören wir Liams „Wall of Glass“ an. Und irgendwie hat man die Stimme schon vermisst, oder?