Die Antilopen Gang im GIF-Interview

Zwischen Punk und Hip-Hop, Beate Zschäpe und U2 oder Pizza und Weltfrieden. Die Antilopen Gang steht zwischen den Stühlen, aber das immer mit Haltung. Ihr neues Album „Anarchie und Alltag“ kommt mit einem Bonus-Punk-Album. Da taucht, wie im Video zur Single „Pizza“, auch Ärzte-Mann Bela B auf. 

Die Antilopen Gang war zu Gast im Zündfunk und wir haben das Trio zum GIF-Interview gebeten. Einmal hinschauen reicht da nicht. 

Wie fühlt sich der erste Bissen in die weltrettende Pizza an?

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Hört Beate Zschäpe immer noch U2?

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In welcher Pose sollte man eure Musik hören?

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Danke fürs Gespräch. 

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Hier geht’s zum Unplugged von „Pizza“!

 

Mansplaining als Meme: Männer, einfach mal den Mund halten

„Schätzchen, du hast davon gar keine Ahnung, lass mich mal…“ Männer erklären Frauen gerne die Welt, oft ungefragt und von oben herab. Seit einiger Zeit hat dieses Gehabe einen Namen: „Mansplaining“. Weil viele Herren aber immer noch nicht kapieren, wo das Problem liegt, geben witzige Videos ihnen Nachhilfe im Einfach-mal-Mundhalten.

Via Nerdcore

Das Phänomen „Mansplaining“ geht auf einen Essay der US-Autorin Rebecca Solnit aus dem Jahr 2008 zurück. Solnit verwendet nicht explizit den Begriff „Mansplaining“, sondern beschreibt ein persönliches Erlebnis: wie sie auf einer Party von einem männlichen Gast unterbrochen und über ein Buch zugetextet wurde – das Solnit wohlgemerkt selbst geschrieben hat, was den Mann aber nicht wesentlich störte.

Kurz nach der Veröffentlichung des Essays tauchte der Begriff „Mansplaining“ dann zum ersten Mal im Netz auf. Seitdem finden sich dort viele Beispiele von Mansplaining aus Serien…

… oder auch aus der Politik. Hillary Clinton wurde schon „mansplained“:

 

http://whatshouldbetchescallme.tumblr.com/post/116401681519/when-your-boss-wont-stop-talking-about-their-love

Und die US-Comedy Serie PARTY OVER HERE hat die perfekte Lösung für passionierte Mansplainer gefunden: eine Mansplaining Hotline!

Stellt sich noch die Frage: Gibt es einen deutschen Begriff für Mainsplainer? Vielleicht Erklärbär? Beispiele für solche Typen gibt es auch bei uns. Ein berühmtes Exemplar haben wir schon fast wieder vergessen: „Er“ sitzt zusammen mit sechs anderen Herren in der „Elefantenrunde“ und erklärt der aktuellen Wahlsiegerin, warum eigentlich „er“ gewonnen hat. „Sie“ sagt minutenlang gar nichts, schließt in den nächsten Wochen einen Koalitionsvertrag und wird zwei Monate später Bundeskanzlerin.

 

ISIS-Karaoke: „Dropping Songs, not Bombs“

Entweder sie machen schlechten Rap oder sie verbieten Musik ganz: IS-Anhänger. Jetzt zeigen sie, dass sie doch Pop-affin sind – allerdings unfreiwillig. Der Twitter-Account ISIS Karaoke sammelt Fotos von IS-Anhängern und beschriftet sie mit bekannten Pop-Zitaten. Das ist ganz schön subversiv – und ganz schön gut.

Der Mann hinter dem Account, ein gewisser Jimmy, hat in einem Interview erzählt, dass er aus einer Laune heraus mit ISIS Karaoke angefangen hat. Und:

“Mel Brooks once said something about laughing at the barbaric (in his case the nazis) and I guess that’s all I’m doing really.”

Dafür, dass Jimmy nach eigenen Angaben Karaoke hasst, hat er ein ziemlich gutes Gespür dafür, was den IS-Kämpfern auf den Fotos wohl grade für ein Song vorschwebt.

Hier eine kleine Auswahl der Tweets:

(Übrigens: Beyoncé scheint hoch im Kurs zu stehen.. aber ob Queen Bey bei dieser Zeile so ein Outfit im Sinne hatte…?)

Nope. Bestimmt nicht.

Dachten wir uns doch!

Krass in den 90ern hängengeblieben!

Im Grunde ihres Herzens sind Dschihadisten halt doch Melancholiker.

Schon den neuen Film gesehen? Soll echt gut sein.

 

Schau mir auf den Schwanz, Baby!

Ich wollt‘ ich wär‘ ein Hu… Hund? Katze? Was aus Japan kommt, kann eigentlich nicht mehr schocken. Aber zumindest verwundern. Dass viele junge Frauen dort aussehen wollen wie Mangas und Animes ist bekannt. Dass sie sich die Haare deshalb gerne wie Katzenohren stylen – ok. Aber jetzt das: Der Japaner Shota Ishiwatari hat „Tailly“ erfunden: einen plüschigen Schwanz, der wedelt, wenn sein Träger aufgeregt ist.

„Wir haben Tailly gebaut, einen Schwanz, der wedelt, wenn man aufgeregt ist. Wenn man sich also freut, wedelt er richtig wild, und wenn man wieder ruhiger wird, schwingt er langsam hin und her. Im Normalzustand hängt er einfach nur runter, aber ab und zu regt er sich dann für einen Moment.“

Hey, Shota Ishiwatari! Ohne jetzt fies sein zu wollen oder auf Klischees rumzureiten: Aber du siehst auch aus wie einer, dem ein bisschen Schwanzwedeln ganz gut tun würde. Wie du da mit strengem Seitenscheitel inmitten deiner Kabel und Computer sitzt. Come on! Ein bisschen Emotionen bitte! Du wirbst auf diesem Crowdfunding-Blog um 60.000 Pfund Unterstützung, damit dein Schwanzprojekt in Serie gehen kann. Da musst du die Leute auch ein bisschen mitreißen!

Dabei ist die Idee ja eigentlich bahnbrechend! Man trägt den Tailly-Plüsch-Schwanz an einem Gürtel. Darin ist ein Sensor angebracht, der die Herzfrequenz misst. Die Bewegungen des Schwanzes verändern sich dann je nachdem wie oft das Herz pro Minute schlägt.

Bei dem Mädchen mit dem rosa Strickjäckchen in dem Werbefilmchen schlägt allerdings nicht so viel. Sie sitzt auf einer Parkbank und liest ein offenbar total langweiliges Buch – ihr weißer flauschiger Schwanz zumindest schwingt eher gemächlich. Bei ihrer Freundin wedelt da schon mehr  – aber die isst auch grade ein Eis.

„Tailly ist nicht nur ein Spielzeug oder ein Mode-Accessoire oder ein Gadget. Es ist alles in einem! Und weil es auf die Herzfrequenz reagiert damit auch eine Verlängerung des Körpers!“

Tailly trägt man am besten auf Parties und wenn man mit Freunden unterwegs ist, sagt Shota Ishiwatari. Oder: auf einem Date! Wenn man vor lauter Schüchternheit nicht weiß, wohin mit dem Blick und den Händen, hilft die Plüsch-Extension am Popo. Ein Schwanzwedeln sagt mehr als tausend Worte….

Mal ehrlich: den Schwanz zum Date anziehen? Wie soll ich denn wissen, ob er vor lauter Liebe oder nur wegen der Sexualhormone wedelt?! Woanders aber hat Tailly durchaus seine Vorzüge: zum Beispiel im Club!

Für Menschen, die im Club eher zu den Stehern als zu den Tänzern gehören, sich aber nicht die ganze Zeit rechtfertigen wollen, dass sie auch ohne Tanzen wirklich Spaß haben, ist Tailly genau das richtige: Zum Fußwippen und Kopfnicken kommt jetzt noch das Schwanzwedeln. So geht Booty-Shaken!

Tailly Schwänze

Tailly gibt’s übrigens in verschiedenen Farben, schön mit dem Outfit kombinierbar: schwarz, weiß, braun und grau. Wobei – von grau sollte man lieber die Finger lassen, das sieht doch sehr nach ralligem Straßenkater aus. Ach ja, außerdem super: Das Wort „schwanzgesteuert“ würde eine ganz andere Bedeutung bekommen…

Trotz all der bewegenden Gründe, warum uns ein flauschiger Po-Fortsatz das Leben versüßen würde, ist Shota Ishiwatari mit seinem Schwanzprojekt gescheitert. Nur 12.000 Pfund kamen beim Crowdfunding zusammen, 60.000 hätten’s werden sollen. Aber Shota Ishiwatari will nicht aufgeben – die hirngesteuerten Katzenohren sind in den USA schließlich auch schon in Serie gegangen.